Emotionen © Rike  / pixelio.de
Emotionen © Rike / pixelio.de

Wenn wir uns Glück in Erinnerung rufen, lächeln wir, wenn wir an Traurigkeit denken, verziehen wir das Gesicht und bei Gedanken an Ärgernisse runzeln wir die Stirn - diese Gesichtsausdrücke helfen dabei, die entsprechenden Erinnerungen auch abzurufen.

Theorien zufolge, reproduzieren wir den Gesichtsausdruck einer Emotion, um diese verarbeiten zu können. Dieses Wissen legten die Forscher des SISSA (International School for Advanced Studies) in Triest auf das Funktionieren des Gedächtnisses und den Abruf von Erinnerungen um. Dafür mussten Probanden Gedächtnistests über Emotionen absolvieren. Bei der Hälfte der Teilnehmer wurde die Gesichtsmuskulatur mit einer Art Maske blockiert, die andere Hälfte konnte ihr Gesicht frei bewegen.

Es zeigte sich klar, dass jene, deren Gesichtsmuskeln blockiert waren, deutlich schlechter abschnitten als Probanden mit "normalem" Gesicht. "Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass ein Wiederholen des motorischen Schemas der Emotion hilft, sich dieses Gefühl ins Gedächtnis zu rufen. Das deutet darauf hin, dass wir sogar während der Speicherphase von Erinnerungen die motorischen Informationen encodieren und wiederverwenden, wenn wir sie abrufen", sagte Studienkoordinatorin Raffaella Rumiati.

Quellen: Acta Psychologica (abstract) | Univadis.de

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