Einsame Frau am Strand
Einsamkeit | SGV @ pixelio.de

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Auch in der Jetzt-Zeit der schnellen Kommunikatio und der sozialen Netzwerke im Internet, sind die Gefahren von Vereinsamung und sozialer Isolation nicht zu unterschätzen. Die Risiken untersuchten amerikanische Wissenschaftler und publizierten das Ergebnis Anfang März.

Weniger einsam und sozial isoliert zu sein, könnte das Rezept für ein längeres Leben darstellen. Wie eine in "Perspectives on Psychological Science" veröffentlichte US-Studie zeigte, erhöhen Einsamkeit und soziale Isolation das Sterberisiko für alle Altersgruppen und stellen auch dann eine Bedrohung da, wenn der Zustand gewollt ist.

Die Forscher der Brigham Young University in Provo (Utah) analysierten Daten von über drei Millionen Probanden aus zahlreichen Studien zur Gesundheit. Bereinigt um Einflussvariablen wie den sozioökonomischen Status, Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen stellten sie fest, dass der Mangel an sozialen Beziehungen sich schädlich, das Vorhandensein solcher sich hingegen günstig auswirkte.

Konkret ist das Sterberisiko bei sozial Isolierten um 29 Prozent größer, bei Einsamen um 26 Prozent und bei Alleinlebenden um 32 Prozent. Eine Verbindung zwischen einem erhöhten Mortalitätsrisiko und Einsamkeit ist generell in allen Altersgruppen gegeben. Bei den unter 65-Jährigen ist das Risiko jedoch ausgeprägter, hieß es. Zudem kommt es auch dann zum Tragen, wenn die Betroffenen gerne und gewollt alleine sind.

Die Mortalitätsgefahr durch soziale Isolation sei nicht nur mit bekannten Risikofaktoren wie starkem Rauchen oder Trinken vergleichbar, sondern übersteige sogar die Gesundheitsrisiken durch Übergewicht. "Im Prinzip sagt die Studie, dass je mehr positive Psychologie in unserer Welt vorhanden ist, desto besser sind wir nicht nur psychisch, sondern auch physisch in der Lage, zu funktionieren", betonte Ko-Autor Tim Smith.

Quelle: Loneliness and Social Isolation as Risk Factors for Mortality

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